Der eigentliche Name von Acrylglas lautet Polymethylmethacrylat (PMMA), ein weiterer heißt Plexiglas, worunter sich die Meisten wohl mehr vorstellen können. Acrylglas ist durchsichtiger Kunststoff, der weniger dicht ist als Glas. Dadurch ist er auch leichter und widerstandsfähiger, allerdings auch kratzempfindlicher. Acrylglas wird in der Optik für Brillen und Kontaktlinsen gebraucht, hat aber auch vielfältige Verwendungsmöglichkeiten als Baustoff, zu Fertigung von Abdeckungen und Lampen, aber auch als Material für Geschirr und viele andere Gegenstände. Acrylglas ist ungiftig und deshalb auch in der Medizintechnik in Gebrauch.
Acrylglas ist ein preiswerter Kunststoff, der aus Erdöl oder Erdgas hergestellt wird. Bei hoher Lichtdurchlässigkeit hat Acrylglas etwa die halbe Dichte von Glas. Das macht es natürlich deutlich leichter. Außerdem ist es ziemlich bruchfest. Das machte Acrylglas sehr schnell zu einem idealen Werkstoff für Schutzbrillen, für größere durchsichtige Teile, zum Beispiel die Abdeckungen an Plattenspielern. Außerdem ist Acrylglas bei einer Temperatur von etwa hundert Grad gut formbar. Ein weiterer Vorteil ist die leichte Verarbeitung von Acrylglas. Nachteile gibt es nur wenige, Acrylglas ist weicher als Glas und ist deswegen gegen Kratzer ziemlich empfindlich. Außerdem entstehen relativ leicht unschöne Risse im Acrylglas, die der Funktion meistens nicht schaden.